Zur Vertiefung:                                           Thema JUNGENBESCHNEIDUNG

Sie finden hier weitere Quellen zur Vertiefung des Themas Jungenbeschneidung: 

- Kongresse

- wissenschaftliche Positionen

- Stellungnahmen namhafter Personen und Organisationen

- Links zu Webseiten mit weiteren Informationen

- Literaturliste, hier auch zum Runterladen

- Liste von Filmen, die das Thema aufgreifen, hier auch zum Runterladen

Kongresse und wissenschaftliche Vorträge ZUR JUNGENBESCHNEIDUNG:

Wissenschaftliches SYMPOSIUM: "Genitale Autonomie - KÖRPERLICHE UNVERSEHRTHEIT, Religionsfreiheit und sexuelle SELBSTBESTIMMUNG - von der Theorie zur Praxis"

6. Mai 2014  

an der Universität Köln, ausgerichtet von pro familia NRW und der Fachgruppe der Beschneidungsbetroffenen im Mogis e.V. Alle Fachvorträge sind hier nachzuhören:

Zu den Videos

 

EIN KLEINER SCHNITT FÜR DIE GROSSEN! EIN GROSSER SCHNITT FÜR DIE KLEINEN - Symposium zur Jungenbeschneidung, 

3. Juni 2015

am Essener Elisabeth-Krankenhaus

 

GENITALBESCHNEIDUNG: PATRIARCHALISCHE LOYALITÄT STATT BINDUNG? 

Vortrag von Prof. Matthias Franz

17.September 2016

auf dem Männerkongress an der Universität Düsseldorf

 

Fachtagung "JUNGENBESCHNEIDUNG in Deutschland. Eine Bestandsaufnahme" 

8. Mai 2017

an der Universität Düsseldorf, ausgerichtet vom Klinischen Institut für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, von MOGiS e.V. - Eine Stimme für Betroffene und der Deutschen Gesellschaft für psychosomatische Medizin (DGPM), Sektion Kinder- und Jugendpsychosomatik. Die Vorträge sind hier nachzuhören:

Kongressbeiträge als PDF

Abschlussforderungen der 131 Teilnehmer des Kongresses.

WISSENSCHAFTLICHE POSITIONEN:

ÄRZTLICHE LEITLINIE "PHIMOSE UND PARAPHIMOSE"

herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) unter Beteiligung der deutschen medizinischen Fachgesellschaften: Urologie (DGU), Kinder und Jugendmedizin (DGKJ), Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Deutsche Gesellschaft für psychosomatische Medizin und Ärzliche Psychotherapie (DGPM), Vereinigung analytischer Kinder- und Jugendpsychotherapeuten in Deutschland, Dezember 2017

 

Stellungnahmen namhafter Personen und Organisationen:

POSITIONSPAPIER VON TERRE DES FEMMES - MENSCHENRECHTE FÜR DIE FRAU ZUM THEMA JUNGENBESCHNEIDUNG,  Februar 2018

 

KRITISCHE ANMERKUNGEN ZUM 3. MÄNNERGESUNDHEITSBERICHT 

von Prof med. Matthias Franz: "Die Jungenbeschneidung aus der Sicht des Sozialwissenschaftlers Hans-Jürgen Voss"

 

BRIEF AN DEN DEUTSCHEN ETHIKRAT  von Prof Matthias Franz, Psychoanalytiker und Professor für psychosomatische Medizin an der Universität Düsseldorf, Mai 2017

 

ABSCHLUSSFORDERUNGEN  der Fachtagung „Jungenbeschneidung in Deutschland. Eine Bestandsaufnahme“  der Deutschen Gesellschaft für psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) e.V., des Universitäts­klinikums Düsseldorf (UKD) und des Betroffenenverbandes Mogis e.V., Mai 2017. 

 

STELLUNGNAHME DER GIORDANO-BRUNO-STIFTUNG (GBS), Mai 2017


STELLUNGNAHME DES BUNDESFORUM MÄNNER

Intereressenverband für Jungen, Männer und Väter e.V., März 2017


STELLUNGNAHME SÄKULARE GRÜNE, Juni 2014

und Hintergrundpapier

 

STELLUNGNAHME PRO FAMILIA NRW  ZUR JUNGENBESCHNEIDUNG 

vom März 2013, aktualisiert April 2015

Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V. 

Kommission für ethische Fragen von 2012, aktualisiert 2016

 

STELLUNGNAHME DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR KINDERCHIRURGIE e.V, 2012


STELLUNGSNAHMEN DES BUNDESVERBANDES DER KINDER- UND JUGENDÄRZTE (BVKJ)
vom 26.11.12

vom 17.3.13

vom 9.11.14

 

Literaturliste JUNGENBESCHNEIDUNG:

in der Reihenfolge ihres Erscheinens: 

Sex As Nature Intended It

 The Most Important Thing You Need to Know About Making Love, But No One Could Tell You Until Now“ von Kristen O ́Hara 2001

„Der Beschneidungsskandal“

von Hanny Lightfoot-Klein, übersetzt ins Deutsche von Dr. gyn Sabine Müller,                   Orlanda Frauenverlag, 2003

„Meine Beschneidung“

 Eine Comic-Erzählung des Charlie-Hebdo-Zeichners Riad Sattouf, erschienen im Rahmen des Förderprogramms des französischen Außenministeriums, vertreten durch die Kulturabteilung der französischen Botschaft in Berlin, Originalausgabe Paris 2008, deutsche Erstausgabe 2010, www.reprodukt.com

Oldu da Bitti Masallah

Tarih, Din, Etik ve Cocuk Haklari Acisindan Sünnet“ des türkischen Autors Kaan Göktas, Ozan Yayincilik Ltd, Istanbul 2012, 

ISBN: 978-605-4723-11-9, www.ozanyayincilik.com

„Das große Zirkumpendium

Die Wissenssammlung rund um das Thema männliche Beschneidung“ von Stefan Schritt, herausgegeben von Mogis e.V. - Eine Stimme für Betroffene 2013,
Download und Verbreitung ausdrücklich erwünscht.

„Die Beschneidung von Jungen - Ein trauriges Vermächtnis“

von Prof. Dr. Matthias Franz (Herausgeber), Göttingen 2014,

„Unspeakable Mutilations - Circumcised Men Speak Out“

von Lindsay R. Watson, Asburton, New Zealand 2014

„Charlie in der Badewanne

Ein Vater-Sohn-Gespräch über Vorhaut, Phimose und Beschneidung“, für Eltern und Jungen ab 6, Kinderbuch von Mario Lichtenheldt, Hamburg 2014

„Ent-hüllt! Die Beschneidung von Jungen"

Nur ein kleiner Schnitt? Betroffene packen aus über Schmerzen - Verlust - Scham“ von Clemens Bergner, Hamburg 2015

„Männliche Sexualität und Bindung“

„MÄNNLICHE SEXUALITÄT UND BINDUNG“

Das Buch zum Kongress, herausgegeben von Matthias Franz und André Karger, darin der Beitrag von Matthias Franz: „Genitalbeschneidung: „Patriachalische Loyalität statt Bindung?“, Vandenhoek & Ruprecht, 2017, Bestellung hier.

„Kinderschutz - Haben wir ein Problem?“

Das Buch zum Kongress der Kinderschutz-Zentren im Herbst 2016 in Essen, herausgegeben von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kinderschutz-Zentren e.V., darin der Beitrag von Renate Bernhard und Dr. Kolja Eckert (Kinderchirurg)

„Beschneidung von Jungen und Mädchen - (K)ein Thema für den Kinderschutz?“

Ss. 247-281, Juli 2017

 

 

Filme zur JUNGENBESCHNEIDUNG:

Circumcision

 Ein Film über Beschneidung des israelischen Journalisten Ari Libsker, Israel 2012. 

Libsker präsentiert negativ Betroffene und einen Arzt, der zugibt, dass viele Beschnittene sexuelle Probleme haben, man es ihnen aber nicht sage. Er stellt Juden vor, die das Alternativritual Brit Shalom befürworten und zeigt ansonsten, welch starker Druck auf den Menschen lastet, die Beschneidung dennoch zu vollziehen, um dazu zu gehören und nicht als Außenseiter gebrandmarkt zu werden - und dies auch wenn sie nicht religiös sind. Hier ein Zusammenschnitt von Podiumsdiskussionen bei denen Libsker mit seinem Film in Deutschland auftrat. 

Einschneidendes Erlebnis 

Eine Dokumentation über die Bedeutung der männlichen Beschneidung für Juden und Moslems von Christian Meyer & Fatih Aydin, 2016.  

Eine Gegenüberstellung von Interviews mit mehreren jüdischen und muslimischen Männern, die von der Erfahrung ihrer Beschneidung berichten und welche Schlüsse sie daraus ziehen. Im Zentrum ein junger Mann, der sich sehr tief und kritisch mit seiner Beschneidung auseinandergesetzt hat. Sein Wissen und selbstbewusstes Auftreten ergänzen manch unsichere Aussagen zu Sinn und Zweck des Erlebten. Ein Film, der jede(n) da abholen kann, wo er / sie gerade steht und der dennoch zu kritischem Nachdenken anregt. Insbesondere auch durch das auf der DVD vorhandene Zusatzmaterial mit einen Interview des Psychoanalytikers Prof Matthias Franz 

Bestellung über RMBernhard@web.de, 0178 / 38 38 98 3

Simon sagt Auf Wiedersehen zu seiner Vorhaut 

Spielfilm, Deutschland 2015, Regie: Viviane Andereggen.

Komödie über die Zerrissenheit des 12jährigen Simon, der kurz vor seiner Bar Mitzwa noch nicht beschnitten ist. Seine Eltern haben sich sehr gegensätzlich entwickelt und leben getrennt. Der Vater verfolgt alle Regeln und Rituale des Judentums mit Inbrunst, die Mutter widmet sich mit gleicher Inbrunst dem Verfassen erotischer Liebesromane. Dazwischen Simon, dessen Vater ihn gern beschnitten sähe, dessen Mutter das mit aller Macht verhindern will. Und dann ist da noch die hübsche neue Rabbinerin, in der Simon sein „Weib der ersten Liebe“ zu erkennen glaubt, für deren Eroberung er auch zu Opfern bereit ist ... Ein Film, der alle Aspekte des Themas anspricht, mit einem Ausgang, der von negativ Betroffenen als Verharmlosung empfunden wird. Für Nicht-Betroffene ein erster, leichter Einstieg in das Thema der jüdischen Tradition der Jungenbeschneidung, der ernsthafter kritisch vertieft werden sollte, z.B. mit dem Film „Circumcision“

Kebab extra scharf ! 

Spielfilm, Österreich 2016, Regie: Wolfgang Murnberger, Erstausstrahlung: ARTE 14.9.17.

Eine Komödie, in der das vom Großvater einer widerstrebenden Familie verordnete Beschneidungsfest für einen noch unbeschnittenen 11jährigen eine zentrale Rolle spielt. Ein Spielfilm, der zeigt, dass es unter Türken auch unbeschnittene Männer gibt, die das durchaus zu schätzen wissen. Ein Junge, der keine Beschneidung möchte, aber zwischendurch einknickt. Ein Vater, der trotz eigener schlechter Erinnerungen an seine Beschneidung zunächst bereit ist, die Vorhaut seines Sohnes zu opfern, um sich vor der finanziellen Übermacht seines Schwiegervaters zu beugen, der am Ende aber doch interessante Tricks erfindet, um seinen Sohn zu schützen. Und ein traditioneller Großvater, der das alles noch will, obwohl - oder gerade weil? - ihm sein eigener Großvater Salz in die frische Wunde gestreut hatte, der aber geschickt überlistet wird von einer Familie, die schon viel moderner ist als er. Das alles zum Schmunzeln, zuweilen auch herzlich Lachen, dadurch leicht, sich trotzdem mit diesen Fragen auseinander zu setzen, weil bei aller Komik jede der Figuren in sich schlüssig bleibt und keiner denunziert wird. Eine gute Form der Annäherung an ein kritisches Thema ! Ob auch für die, die es wirklich betrifft, ist fraglich.

Die Wunde

Filmdrama, Langfilmdebüt des weißen südafrikanischen Regisseurs John Trengove, 2017 im Wettbewerb des Sundance Festivals und Eröffnungsfilm des Panorama-Hauptprogramms der 67. Berlinale, deutscher Kinostart: 14.9.17

Der Film bricht gleich zwei Tabus: er thematisiert Homosexualität in Afrika, worauf in manchen afrikanischen Ländern noch immer die Todesstrafe steht. Und er tut dies, Einblick gewährend, in eine Welt, die traditionell geheim und mit Schweigegebot belegt ist: Er zeigt die Riten der Ukwaluka, die Qualen und Erniedrigungen im Zusammenhang mit der traditionellen Beschneidung, die ua. der südafrikanische Stamm der Yhosa seine Söhnen im Alter zwischen 16 und 23 Jahren erleiden lässt, um sie so zu „Männern“ zu machen. Nelson Mandela war einer von ihnen … In den vergangenen Jahren gab es mehrfach Berichte von Todesfällen und schweren Verstümmelungen als Folge der Ukwaluka in Südafrika. Die traditionelle Jungen-/Männerbeschneidung wird aber nicht nur dort sondern afrikaweit ausgeführt. Eine Webseite über das Leiden der Betroffenen auch mit schockierenden Fotos von durch die Beschneidung regelrecht zerstörter Genitalien hier.
Die erste Penis-Transplantation weltweit wurde übrigens an einem Opfer der Ukwaluka ausgeführt. Im Vergleich zu dieser Realität ist also die im Film gezeigte Geschichte noch recht harmlos, die Beschneidung nur ein Randthema. Im Fokus ist hier Homophobie. Verleih: Edition Salzgeber. Weitere Infos über den Film:
www.spiegel.de/kultur/kino/die-wunde-kritik-zum-kinofilm-ueber-schwules-begehren-in-suedafrika-a-1167473.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Wunde

 

WEbseiten zur Jungenbeschneidung:

https://intaktiv.de                                                                                                https://genitale-selbstbestimmung.de                                                            www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/006-052.html               www.jungenbeschneidung.de www.jungenbeschneidung.de/material/Abschlussforderungen.pdf                https://die-betroffenen.de