Interview zum Fokustag

und Rückblick auf 28 Jahre für Frauen-, Menschen und Kinderrechte (weiter unten)

Und noch viel mehr Info hier.

 

8. Mai 2026, 18:30 h: Fokustag zum

Weltweiten Tag der Genitalen Selbstbestimmung

in der Gläsernen Werkstatt, Solingen

 

„Weibliche Genitalverstümmelung wird nur enden,

wenn wir alle Kinder vor Beschneidung schützen“  

 

 

Renate Bernhard hat mit ihren Dokumentarfilmen zu weiblicher Genitalverstümmelung, Zwangsheirat und Ehrverbrechen viele Jahre bundesweit Vorträge gehalten. Nun organisiert sie zum Weltweiten Tag der Genitalen Selbstbestimmung (WWDOGA) am 8. Mai ab 18:30 einen Fokustag in der Gläsernen Werkstatt. Neben Publikumsgesprächen wird unter anderem auch ihr Film „Hibos Lied“ über das Leiden der Frauen gezeigt.  

  

Sie engagieren sich seit 1998 für dieses Thema, ist das nicht frustrierend?   

  

Natürlich wünschte ich mir für alle Betroffenen, dieser Übergriff wäre schon aus der Welt.

Aber das wäre naiv.

 

"Wer was bewegen will

braucht einen langen Atem"

 

Aufklärung begann durch die Frauenbewegung der 70er Jahre. Doch erst 2013 wurde weibliche Genitalverstümmlung in Deutschland verboten. Wer was bewegen will, braucht es einen langen Atem.  

  

Was hat sich entwickelt?  

  

Seit einem Kongress 1985 gibt es weltweit Aufklärungsinitiativen. Als ich 1998 nach einer Äthiopienreise darüber berichten wollte, musste ich beweisen, dass das überhaupt ein Problem ist. Dann hieß es, es sei Kolonialismus, wenn man sich in fremde Religionen einmischt. Dabei verlangt das keine Religion der Welt. Kurz darauf wurde Waris Dirie mit "Wüstenblume" zur weltweit gehörten Aufklärerin. Heute sprechen wir klar von weiblicher Genitalverstümmelung.  

  

Wieviele Frauen sind betroffen?  

  

1998 schätzte man, das  weltweit 120 Millionen Frauen Opfer sind, heute zählt man 230 Millionen. Terre des Femmes hat hochgerechnet, dass in Deutschland 17.000 Mädchen bedroht sind, im Geheimen oder auf dem Heimaturlaub beschnitten zu werden.

 

230 Millionen Opfer weltweit

 

Die gestiegenen Zahlen liegen an mehr Forschung, wachsender Weltbevölkerung, der Ausbreitung des Islamismus. All das unterstreicht die Bedeutung von Aufklärung.  

  

Der WWDOGA betont, alle Kinder müssten geschützt werden. Aber kann man weibliche Genitalverstümmelung denn mit der Jungenbeschneidung gleichsetzen?  

  

Ja, kann und muss man. Ich weiß, das stößt auf Widerstand zum Beispiel auch aus altfeministischen Kreisen, aber die angebliche Unvergleichbarkeit, die auch noch in der Sprache steckt: „Weibliche Genitalverstümmelung schlimm - Jungenbeschneidung harmlos“, die müssen wir überwinden.

 

„Die angebliche Unvergleichlichkeit, 

die müssen wir überwinden“

 

Beides hängt als patriarchales Übergangsritual aus alter Zeit eng zusammen und der Geist dahinter befeuert  übrigens auch Ehrverbrechen und Femizide.

 

Es gibt - zum Glück selten - auch total zerstörerische Jungenbeschneidungen. Das ist nur leider kaum bekannt.  

Und es gibt auch kleinere Rituale im Rahmen der weiblichen Beschneidung, die weniger zerstörerisch sind als die am Horn von Afrika übliche, wirklich furchtbare Infibulation: Beschneiden und dann noch Zunähen. Also das muss man differenzierter anschauen als das üblicherweise getan wird. 

 

Übergriff auf das Intimste, 

Unterwerfung und totale Hilflosigkeit

 

Aber ich lenke den Blick lieber auf das gemeinsame Zerstörerische: Jede Genitalbeschneidung ist ein Übergriff auf das Intimste eines Menschen. Sie zerstört sexuelle Empfindungsfähigkeit. Sie traumatisiert, institutionalisiert Gewalt, ist eine Unterwerfung und die Erfahrung totaler Hilflosigkeit - mit einer Menge negativer Folgen auf unsere Gesellschaft, die ich gern am Fokustag noch weiter ausbreiten möchte.  

  

Sie sagen: „Weibliche Genitalverstümmelung wird nur enden,  wenn wir alle Kinder vor Beschneidung schützen“.

  

Ja, solange der traditionelle Glaube vorherrscht, mit der Beschneidung werde ein Mann zum Mann und eine Frau zur Frau - so wird das bei den traditionellen Riten begründet  - solange Männer das für sich so akzeptieren, werden sie weiter Frauen heiraten wollen, die beschnitten sind.

 

Forschung zu Jungenbeschneidung 

erst seit Anfang der 2000er Jahre 

 

Die Forschung zu den Folgen der Jungenbeschneidung und der Bedeutung dessen, was da abgeschnitten wird, hat erst Anfang der 2000er Jahre begonnen. Sie kam aus Amerika, wo die Jungenbeschneidung jahrzehntelang normale Geburtsnachsorge war.  

  

Genitale Beschneidung ist also nicht nur ein Migrantenthema?  

  

Ganz und gar nicht. Es gibt neben der urzeitlichen Wurzel auch noch eine 300jährige medizinische Verirrung, die auch - und vor allen anderen - Biodeutsche betrifft.   

 

Und noch in den 1940er Jahren wurde Frauen in Europa zur „Behandlung“ angeblicher „Hysterie“ die Klitoris verätzt - und zwar bewusst als Strafmaßnahme ohne Betäubung.  

 

Auch die ärztliche Phimoseleitlinie hatte einiges aufzuräumen. Seit 2017 wird sie kontinuierlich mit neuerer Forschung aktualisiert. Die viel zu häufigen Phimosebehandlungen mit dem Skalpell sind inzwischen rückläufig, machten 2007 aber noch 90% aller Jungenbeschneidungen in Deutschland aus.  

 

Phimosebehandlung mit Skalpell

- inzwischen rückläufig 

  

Jüdische und muslimische Motive waren in der KIGGs-Studie  2007 lediglich 10% aller Beschneidungen. Bei Juden handelt es sich jedes Jahr in Deutschland um einen kleine dreistellige Zahl, während sie bei biodeutschen Jungen immer noch fünfstellig ist. Aber fast alle zeigen bei dem Thema zuallererst die "die Juden" - typisch für Antisemitismus. Dabei müssten wir tatsächlich vor allem vor der eigenen Türe kehren. 

  

Aber Jungenbeschneidungen sind in Deutschland erlaubt?  

  

Über Jungenbeschneidungen  können Eltern frei entscheiden. Mädchenbeschneidungen sind verboten. Deshalb hat sich der Welttag entwickelt. Er erinnert an ein Kölner Urteil, das am 7. Mai 2012 erstmals eine nicht medizinische Jungenbeschneidung als Körperverletzung ahndete.  

 

Da ging ein Aufschrei durch die Republik. Jüdische und muslimische Verbände forderten, ihre Kultur leben zu dürfen.

 

Der Glaube an die 

„harmlose Jungenbeschneidung"

 

Die damalige schwarz-gelbe Regierung hat dann, weil der Glaube an „die harmlose Jungenbeschneidung“ noch vorherrschte, ganz schnell, ohne Betroffene zu hören und gegen den Protest des Bundes der Kinder und Jugendärzte am 12.12.2012 den §1631d BGB, erlassen: Eltern dürfen ihre Jungen nicht schlagen. Aber beschneiden lassen dürfen sie sie, auch ohne medizinische Begründung, und das sogar von Nicht-Ärzten.  

  

Das ist jetzt der 13. Welttag für genitale Selbstbestimmung. Was hat er  bewirkt?  

  

Der WWDOGA, Worldwide Day Of Genital Autonomy gibt Betroffenen das Gefühl, nicht mehr allein zu sein. Das hat zu Vernetzung all der sehr unterschiedlichen Hintergründe geführt - über alle religiösen, kulturellen und Landesgrenzen hinweg. Rund um den Globus fordern nun mehr als 90 Menschenrechtsgruppen Schutz für alle Kinder vor nicht-therapeutischen Genitaleingriffen. Sie berufen sich auf die Deklaration der Menschenrechte und existierende Gesetze und fordern Selbstbestimmung,  körperliche Unversehrtheit, die Unantastbarkeit der Würde und eine gewaltfreie Erziehung unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion und Tradition.  

 

Recht auf

Selbstbestimmung,

körperliche Unversehrtheit

Unantastbarkeit der Würde,

gewaltfreie Erziehung 

 

Wichtig dabei: Wenn ein mündiger Mensch eine Beschneidung will, ist es seine oder ihre Verantwortung. Es geht hier um Kinderschutz, denn Kinder können sich nicht selbst schützen. Das müssten ihre Eltern tun, oder wenn die es mangels Aufklärung nicht tun, dann der Staat. Und hier fehlt es bislang: sowohl an Aufklärung als auch an Schutz. Bei Schwangerschaftsabbrüchen ist Beratung vor dem Eingriff verpflichtend. Bei der Jungenbeschneidung mit ihren unwiederbringlichen Folgen ist es das nicht.  

  

"Intersexuelle Menschen

sind nicht falsch,

unsere binäre Vorstellung ist es"

 

Auch intersexuell geborene Menschen und ihr Wunsch so akzeptiert zu werden, wie sie sind, gehören übrigens zu den Unterstützern des WWOGA. Denn die sind nicht falsch. Unsere binäre Vorstellung von nur zwei Geschlechtern ist es. Laut UN kommen bis zu 1,7% der Weltbevölkerung mit Geschlechtsmerkameln zu Welt,  die nicht eindeutig männlich oder weiblich sind. In Deutschland werden jährlich etwa 150 bis 200 Kinder so geboren, aber fast immer noch im Kindes- oder Jugendalter auf ein Geschlecht zugeschnitten.  

  

Was ist am Fokustag in der gläsernen Werkstatt geplant?  

  

Ein Kinderchirurg gibt Auskunft über den aktuellen Stand der Wissenschaft. Betroffene werden über die Auswirkungen auf ihre Leben sprechen. Es können alle Fragen gestellt werden. Wir zeigen drei Filme und vertiefen dieses enorm vielfältige Thema. 

 

Keine Sorge, wir zeigen keine Beschneidung im Film. Man könnte allerdings auch argumentieren: wenn Kinder das erleiden müssen, dann sollten wir hinschauen, auch wenn das schon nur bei der reinen Vorstellung schmerzhaft ist!  

 

 

Copyright:

Ich würde mich sehr freuen, wenn der Text gedruckt würde.

Bitte kontaktieren Sie mich bei Interesse: Renate Bernhard:  0178 38 38 98 3


 

Warum NEIN zur Genital-Beschneidung

ohne medizinische Notwendigkeit?

 

Sie hat keinen gesundheitlichen Nutzen.

Sie geht mit erheblichen medizinischen Risiken einher.

Sie bewirkt schwere Schmerzen, auch noch nach dem Eingriff.

Sie führt bei fehlender Narkose zu veränderter Schmerzwahrnehmung im Gehirn. 

Sie zerstört die natürliche Funktion des Genitals. 

Sie beschränkt die sexuelle Lustempfindung unwiderbringlich. 

Sie schneidet an intimster Körperregion ein und traumatisiert: 

Sie erzeugt tiefgreifende Ängste und Verunsicherungen. 

Sie zerstört das kindliche Vertrauen in die unbedingte Schutzbereitschaft der Eltern.

Sie nutzt die kindliche Kastrationsangst zur Manipulation noch des Erwachsenen.

Sie enthält und inszeniert eine Botschaft der Gewalt.

Sie ist ein patriarchales Unterwerfungsritual.

Sie etabliert das archaische Recht des Stärkeren. 

Sie bewirkt eine angstgetriebene Gruppen-Loyalität.

Sie führt zu einer patriarchalen Vorstellung von Männlichkeit und Weiblichkeit: 

Sie befördert strikte Geschlechtertrennung, Misstrauen und sexualisierte Gewalt. 

Sie kreiert einen leicht stark kränkbaren, gewaltbereiten männlichen Ehrbegriff.

Sie erhöht das Gewaltpotenzial einer Gesellschaft. 

 

Sie verstößt gegen die UN-Kinderrechtskonvention: das Recht auf gewaltfreie Erziehung. 

Sie verletzt Menschenrechte: sexuelle Selbstbestimmung, körperliche Unversehrtheit und die Freiheit seine Religionszugehörigkeit selbst wählen zu können. 

Sie rechtfertigt und verharmlost weibliche Genitalverstümmlung mit der Behauptung: Beschneidung mache den Mann zum Mann, und die Frau zur Frau. 

Sie diskriminiert und benachteiligt Jungen: „weibliche Genitalverstümmung“ ist in  Deutschland verboten, nicht medizinische „Jungenbeschneidung“ ist erlaubt. 

Sie verbindet Sexualität nicht mit Liebe und der körperlichen Begegnung von Menschen auf Augenhöhe, sondern mit Schmutz, Ekel, Angst und Unterwerfung. 

Sie erzeugt Vorstellungen einer inkompletten Natur, in die man eingreifen müsse, um diese „in Ordnung“ zu bringen. 

Sie behindert die zivilisatorische Entwicklung der Gesellschaft zu Empathie, Respekt von Vielfalt und dem Recht auf Selbstbestimmung. 

Sie verhindert Gleichberechtigung und die Persönlichkeitsentwicklung mündiger Bürger, die es für eine moderne demokratische Gesellschaft braucht. 

 

 Wie lange noch? 

 

Originaltext von Prof Dr. Matthias Franz, bearbeitet und ergänzt von Renate Bernhard

 

Prof Dr. Matthias Franz ist Co-Autor der 2017, nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen aktualisierten Phimose-Leitlinie. Er ist Psychoanalytiker und Emeritus der Universität Düsseldorf im Bereich Psychosomatische Medizin. Seit circa 2000 forscht er zum Thema männliche Beschneidung. www.prof-m-franz.de und www.jungenbeschneidung.de

Renate Bernhard  beschäftigt sich als Journalistin mit dem Themenfeld „genitale Selbstbestimmung“, also mit Genitalbeschneidungen, Zwangsheirat, „Ehr“verbrechen seit ihr 1998 auf einer Äthiopienreise das Leiden der Frauen an der weiblichen Genitalverstümmelung begegnete. Seit 2013 engagiert sie sich im Rahmen des WWDOGA: www.renate-bernhard.de/fachgebiet-genitale-selbstbestimmung/


28 Jahre für Frauen-Menschen- und Kinderrechte - ein Rückblick

 

Worldwide Day Of Genital Autonomy (WWDOGA)

Weltweiter Tag der Genitalen Selbstbestimmung 2026

 

 

„Genitale Selbstbestimmung geht uns alle an,

es geht hier um unser demokratisches Miteinander"

oder

"Der Weg zur Freiheit ist mit vielen

zu höhlenden Steinen gepflastert" 

 

Renate Bernhard hat mit ihren Dokumentarfilmen zu weiblicher Genitalverstümmelung, Zwangsheirat und Ehrverbrechen viele Jahre bundesweit Vorträge gehalten. Das Leid der Frauen hatte sie 1998 bei einer Athiopienreise hautnah erlebt.

 

Doch erst über die Jahre der Beschäftigung mit diesem Themen fand sie das verbindende Oberthema: Genitale Selbstbestimmung. 

 

Seit 2013 gibt es den WWDOGA, Worldwide Day Of Genital Autonomy, den weltweiten Tag der genitalen Selbstbestimmung. Ins Leben gerufen wurde er von männlichen Betroffenen und einer Aktivistin von Terre des Femmes. Als Journalistin und zum Zeitpunkt der Gründung des WWDOGA Mitglied im Vorstand von Pro Familia NRW, begleitet und beobachtet Renate Bernhard die Bewegung seit ihren Anfängen und bemüht  sich immer wieder um Berichterstattung darüber.

 

In medizinischen Fachblättern kommt sie damit an, in den öffentlichen Medien ist es im allgemeinen schwierig. Noch immer gibt es sehr viele Tabus, die dem entgegen stehen. 

 

Ein Rückblick

 

Sie und Ihre Kollegin Sigrid Detloff wurden für Ihr 1999 entstandenes ARD-Radiofeature "Verwundet an Körper und Seele - Weibliche Genitalverstümmelung in Afrika und Europa" mit dem katholischen Journalistenpreis 2000 ausgezeichnet und zum Prix Europa nominiert. 2003, nach Ihrer ARD-TV-Produktion "Narben, die keiner sieht - Beschnittene Frauen in Deutschland" bekamen sie den Eine-Welt-Filmpreis und schließlich 2006 wurden Sie vom Solinger Hexenkessel für Ihr Engagement für die Frauen ausgezeichnet. Sie beide waren damals Vorreiterinnen für dieses Thema in Deutschland. Nun, gut zweieinhalb Jahrzehnte weiter, engagieren Sie sich noch immer. Ist das nicht frustrierend, womöglich gar langweilig? 

 

Nein, ganz und gar nicht. Das ist ein sehr vielfältiges Thema. Erst über die Jahre der Beschäftigung damit habe ich den größeren Zusammenhang zwischen Zwangsheirat, Ehrverbrechen, weiblicher Genitalverstümmelung, Jungenbeschneidung, sexualisierter Gewalt, Frauenverachtung und einer auffallenden Affinität von jungen muslimischen Männern zu dicken Autos und diesen oft auch tödlichen Autorennen entdeckt. Ein Freund meines Bruders hat dadurch gerade seine 18jährige Tochter verloren. 

 

Die Prägung für all das beginnt in patriarchalen Gesellschaften schon im Kindesalter. Die Beschneidung ist dabei von nicht zu unterschätzender Bedeutung, denn sie ist ein Unterwerfungssritual, in dem eindeutig klar gemacht wird, wer das Sagen hat: die Älteren und die Stärkeren, also die mit dem dicken Auto.

lebenslange Einschränkung 

der Empfindungsfähigkeit

 

Und das wird den Jungen auch ganz konkret so nahe gebracht. Für das, was sie bei der Beschneidung verlieren, werden sie vorher oft tatsächlich mit einer schnellen Fahrt in einem großen Auto belohnt. Dazu kommt dann noch ihre Einkleidung als kleiner Prinz, dem alle huldigen. 

 

Der Preis für diese Inthronisation? Ein lebenslanger Verlust von Empfindungsfähigkeit, eine Verbindung von männlicher Identität mit Gewalt und ein Maulkorb über das erlittene Trauma zu sprechen. "Jetzt wirst Du ein Mann" bekommen sie gesagt und „Ein echter Mann ist hart. Er kennt keinen Schmerz." und "Du willst doch ein Mann sein, nicht wahr?" 

 

Was macht das mit einem Kind? 

 

Rituelle Beschneidungen werden fast immer ohne Betäubung gemacht. Das Ritual SOLL weh tun, es SOLL Angst machen - und es SOLL allen Widerstand und die Eigenständigkeit des kleinen Jungen brechen. Die Botschaft ist also: "Wenn Du ein Mann sein willst, darfst Deine Gefühle nicht zeigen. Du musst sie negieren, sie am besten gar nicht haben. Und wenn Du sie hast, dann musst Du lügen, so tun, als wenn Du sie nicht hättest, aber vor allem eins: Du musst den Älteren und den Stärkeren gehorchen." 

 

Beschneidung soll weh tun.

Sie soll Angst machen.

Sie soll allen Widerstand brechen.

 

So erzeugt man keine mündigen. selbstständig denkenden Bürger, die wir für unsere Demokratie mehr denn je dringend brauchen. So werden Machos und soldatische Mitläufer geprägt. 

 

Und mit dieser Absage an männliche Sensibilität geht auch noch ein riesiger Vertrauensverlust in die Mutter, also die Weiblichkeit einher. Die hat den Jungen bis zum Zeitpunkt der Beschneidung gehätschelt und verwöhnt.

 

 „So werden Machos und 

soldatische Mitläufer geprägt“

 

Traditionelle Beschneidungen in patriarchal-muslimischen Kreisen werden bei Jungen meist mit fünf Jahren gemacht. Mitten in der, für dieses Alter typischen ödipalen Verliebtheit des kleinen Jungen, der seine Mutter heiraten will, greifen die Männer der Familie ein. Sie entreißen das Kind der mütterlichen Welt und tun ihm als erstes Gewalt an: alle männlichen Verwandten halten den Jungen gemeinsam fest, während der Beschneider sein zerstörerisches Werk verrichtet.

 

 

Die Folgen:

Misstrauen in alles Weibliche

und Identifikation mit den Tätern

 

Der Einflussbereich der Mutter, ihren Sohn zu schützen, endet mit der Beschneidung. Ab da steht er über ihr, ist Teil der männlichen Verwandtschaft, die über die Frauen bestimmen und richten können. So wird er ein kleiner Soldat im Reich sein Vaters, hat fortan Mütter, Tanten, Schwestern zu bewachen. 

 

In der Psychologie spricht man hier von der Identifikation mit den Tätern. Sie entsteht bei Traumata über die zu sprechen nicht möglich ist. 

 

Wir haben es hier also mit einem riesigen Tabu zu tun. Tabus und Traumata, die kannte ich auch schon von den Beschneidungsritualen an den Frauen. Auch die Frauen werden bei der Beschneidung mit Schweigegebot belegt. 

 

Die Psychologie,

die den Ehrbegriff nährt 

und zu Femiziden führt“

 

Hier fand ich die erste gemeinsame Wurzel. Vertiefen konnte ich das dann durch Dr. Matthias Franz, Professor für Psychosomatik und Psychoanalyse an der Universität Düsseldorf. Er forscht ungefähr so lang wie ich mich mit der weiblichen Genitalverstümmlung befasse zu den Wirkungen der Beschneidung auf Männer, ihre Psyche und ihr Rollenverhalten: Der Vertrauensverlust in die Mutter, die den Jungen in dieser existenziellen Situation nicht schützt, bewirkt ein großes Misstrauen in alles Weibliche, ist später Quelle für Frauenverachtung und sexualisierte Gewalt. 

 

Hier fand ich die Psychologie erklärt, die den Ehrbegriff nährt und die zu Femiziden und Ehrverbrechen führt: die Vorstellung, dass Frauen und ihrer Sexualität grundsätzlich zu misstrauen ist, dass man diese kontrollieren muss, dass man sie am besten einsperrt, unter Burkas oder im Haus versteckt oder wie das am Horn von Afrika gemacht wird: alles abschneiden, was Lust macht, mit Dornen verschließen und zunähen. 

 

Wie hat sich Ihr Thema über die Jahre entwickelt? 

 

Ab 2013, mit Entstehung des WWDOGA gegründet durch eine Gruppe männlicher Betroffener, habe ich langsam mit dem Obergriff der „genitalen Selbstbestimmung“ die Klammer für die Themen gefunden, mit denen Sigrid Dethloff und ich uns, inspiriert von den Aufklärungskampagnen von Terre des Femmes, in unseren Dokumentationen befasst hatten.

 

Anfänglich standen sie für mich wie zwei separate Blöcke nebeneinander. Tatsächlich aber sind Ehrenmord und Beschneidung Phänomene patriarchal strukturierter Gesellschaften, Ausdruck ihrer Huldigung an die Macht des Stärkeren.

 

Institutionalisierte Vergewaltigung

 

Fatma Bläser, türkische Aktivistin gegen Zwangsheiraten, die nur knapp selbst einer solchen entging, führte uns in der Türkei dieses Phänomen der institutionellen Vergewaltigung vor Augen. Sie brachte uns auch zu ihren Eltern. Ihre Mutter ließ uns vor laufender Kamera wissen, wie sie in ihre Ehe kam: nach einer Vergewaltigung im Ziegenstall mit anderen Männern als Zeugen.

 

Der Mann, den sie eigentlich heiraten wollte, wurde so aus dem Feld geschlagen. Ihr Vergewaltiger, Fatmas Vater, mit dem diese Frau dann tatsächlich bis zu ihrem Tod zu leben verdammt war, wurde, nachdem er sie durch seine Tat "beschmutzt" hatte - so nennt man Kontakte zwischen Männern und Frauen vor der Eheschließung - dann von der Familie als "Retter der Familienehre" aufgenommen. So funktioniert das zum Teil bis heute.

 

    Despoten fürchtet man, 

aber man liebt sie nicht

 

Frauen, die vergewaltigt werden, sind es selber schuld. Und mit der Eheschließung ist das dann alles institutionalisiert erlaubt: Die Frau gehört dem Mann, hat zu tun, was er will.

 

Aber später ist sie es, die die Liebe ihrer Kinder hat. Denn Despoten fürchtet man, aber man liebt sie nicht. Wir sahen Fatmas Mutter über ihren Mann triumphieren. Er wirkte verloren und einsam. Sein Zuhause war unter den Männern in der Moschee, aber nicht an der Seite seiner Frau. 

 

Zuhause unter Männern,

nur nicht bei seiner Frau

 

Das alles zeigt, wie enorm wichtig die aktuelle Debatte um "Nein heißt nein" oder "Nur ja heißt ja" ist, wie dringend wir ein Gewaltschutzgesetz brauchen und dass an Frauenhäusern und Aufklärung nicht gespart werden darf. 

 

Übrigens auch, um der gewaltbereiten rechten Szene Einhalt zu gebieten, die ebenfalls patriarchale Strukturen pflegt, auf körperliche Ertüchtigung und Kampfsport, dicke Autos und Motorräder setzt und Frauenverachtung und -Unterwerfung inclusive Anleitung zu Vergewaltigungen im Internet verbreitet.

 

Gewalt huldigen,

und das Recht des Stärkeren pflegen

 

Beide Gruppen sind antidemokratisch. Gemeinsam ist ihnen auch, dass sie den Umgang von Mann und Frau auf Augenhöhe verhindern wollen. Beide huldigen Gewalt und pflegen das Recht des Stärkeren. 

 

Wo haben Sie Ihre Erkenntnisse her?

 

Die Soziologin Necla Kelek, der Pädagoge Ahmet Toprak und die Rechtsanwältin Seyran Ates und ihre Bücher waren wichtige Augenöffner für mich (Kelek: "Die fremde Braut - Ein Bericht aus dem Inneren des türkischen Lebens in Deutschland" und "Die verlorenen Söhne" - Plädoyer für die Befreiung des türkisch-muslimischen Mannes; Rechtsanwältin Seyran Ates "Der Islam braucht eine sexuelle Revolution" und Toprak "Das schwache Geschlecht: die türkischen Männer - Zwangsheirat, häusliche Gewalt, Doppelmoral der Ehre") 

 

Die Not, die es zu heilen gilt

 

Alle drei erforschten, warum hier geborene Männer aus patriarchalen Gesellschaften Bräute aus den Heimatländern ihrer Großeltern lieber haben wollen als eine hier aufgewachsene Frau und was Brüder zum Mord an ihren Schwestern treibt. 

 

Mit Kelek, Toprak und Ates erkannte ich die Not hinter dem Schockierenden, die Not, die es zu heilen gilt: dass die Täter immer auch Opfer sind bzw. waren: sowohl die Eltern, die ihr Kind beschneiden lassen und dabei glauben, Gutes zu tun, also auch der Ehrenmörder, der seine große Schwester, die ihn meist mit großgezogen hat, kontrolliert, verfolgt und womöglich umbringt. Seine Bezugsgruppe verlangt das von ihm. Und dass er zu gehorchen hat, das weiß er. Das hat er als Fünfjähriger ins Fleisch geschnitten bekommen.


Und das unterscheidet sich kaum von der Denke, wie sie einst auch von den Nazis propagiert wurde: "Du bist nichts, Dein Volk ist alles." - nur hier auf einen etwas kleineren Kreis bezogen, die eigenen Gruppe, die am liebsten auch nur unter sich bleiben will - und alles "Fremde" ablehnt. 

 

All das negiert Vielfalt, Toleranz, Offenheit, eine plurale demokratische Gesellschaft und ihr friedliches Miteinander. 

 

Aufklärung

besonders für die Jungen

 

Deshalb setze ich mich aufklärend ein, auch und gerade für die Jungen. Auch Fatma Bläser ist übrigens nach ihrem anfänglichen Engagement für gezwungene Bräute inzwischen stark engagiert darin, junge Männer in Kursen zu ermutigen aus den Fängen des partriarchalen Systems auszusteigen, mit diesen traditionellen Vorstellungen und der Frauenverachtung zu brechen. Diese jungen Männer nennt sie Heroes. Das ist der Name ihres Programms. Und sie sind es: Helden, wenn sie sich für die Freiheit ihrer Schwestern einsetzen und neue Wege gehen.

 

 Helden, die für die Freiheit 

ihrer Schwestern aufstehen

 

Nein, das ist nicht langweilig. In unserer heutigen Zeit des Rollback, der Rückkehr zu traditionellen Mann-Frau-Bildern, dem Wiedererstarken alter weißer Männer halte ich das für wichtiger denn je.

 

Wenn man wirklich einen solchen Stein höhlen will, braucht es langen Atem und steten Tropfen, bis auch die Rollbacks überwunden sind. Sonst kann man es gleich lassen. Der Weg in die Freiheit ist mit vielen zu höhlenden Steinen gepflastert. Und natürlich wünschte ich mir für alle Betroffenen dieses furchtbaren Übergriffs, er wäre schon aus der Welt. Aber es wäre naiv zu glauben, dass das so leicht ist. 

 

langer Atem und steter Tropfen 

 

Als die Solinger Hexen mich 2006 auszeichneten, sagte ich in meiner Dankesrede, sie würden weiter von mir hören. Da war mir schon klar, dass das ein Lebensthema werden kann.

 

Dass wir jetzt aber auch noch gegen den Vormarsch der alten nicht nur weißen Männer und ihrer Helfershelfer im Internet, gegen deren Waffengewalt, deren Selbstbereicherung, den von ihnen vorangetriebenen Turbokapitalismus, der unser aller Lebensgrundlagen zerstört, aufstehen müssen, das habe ich mir damals nicht vorgestellt. 

 

Hat sich denn was zum Besseren entwickelt? 

 

Ja natürlich mit der Frauenemanzipation einiges, vielleicht haben wir ja auch gerade deshalb den aktuellen Rollback.

 

Aufklärung zu weiblicher Genitalverstümmelung begann durch die Frauenbewegung in den 70er Jahren. 

Seit einem Kongress 1985 gibt es weltweit Aufklärungsinitiativen. Das Komitee gegen schädliche traditionelle Praktiken mit Sitz in Addis Abeba wurde gegründet. Ende der 90er Jahre wagte sich dann Waris Dirie aus der Tabuzone, wurde UNO-Sonderbotschafterin und mit „Wüstenblume“ zur weltweit gehörten Aufklärerin.

 

Heute sprechen wir von weiblicher Genitalverstümmelung, wissen, wie zerstörerisch sie ist. In vielen Ländern ist die Genitalverstümmelung von Frauen inzwischen verboten, in Deutschland seit 2013 mit dem § 223a StGB als eigener Straftatbestand mit Gefängnisstrafe. 

 

Na, und "Me too" hat im Bereich der alten, nicht nur weißen Männer ja auch viel bewirkt. Jetzt müssten nur die Epstein-Akten und alle damit Involvierten Superreichen dieses Planeten weiter in die Öffentlichkeit gezogen und nicht über dem Iran-Krieg vergessen werden. 

 

Keine Religion verlangt das. 

Das wird nur gern erzählt.

 

Als Sigrid Dethloff und ich 1998 nach unserer Äthiopienreise über das Leiden der Frauen in Afrika berichten wollten, da mussten wir erst mal beweisen, dass das überhaupt ein Problem und kein Einzelfall ist. 

Und dann kamen die nächsten Einwände. Es hieß, sich hier zu engagieren sei Kolonialismus und Einmischung in fremde Religionen, was überhaupt nicht stimmt. Keine Religion verlangt das. Das wird nur gern erzählt. Das haben wir zum Glück bei den Frauen inzwischen überwunden. 

 

Wenn das gar nicht stimmt, warum wird das dann mit Religion erklärt?

 

Nun, in der jüdischen Religion ist tatsächlich eine religiöse Vorstellung mit im Spiel: der Bund mit Gott, so heißt es, wird durch die Beschneidung des Jungen am 8. Tag nach der Geburt geschlossen - für Frauen ist ein solcher Bund mit Gott  übrigens nicht vorgesehen. Dabei gibt es im Reformjudentum durchaus auch Diskussionen, was denn "Beschneidung" vielleicht auf einer übertragenen Ebene bedeuten könnte und ob man das wirklich so wörtlich verstehen muss. 

 

Warum Religionen hier mit im Spiel sind? Sie vermitteln Autorität und höhere Bedeutung, und Gebote, denen man sich unterwerfen muss - Auch hier geht es wieder um Unterwerfung. 

 

Die Eltern entlasten, 

die Liebe zu ihnen behalten, 

und die eigenen Kinder beschneiden

 

Die Menschen glauben das dann gern, weil sie so dem, was ihnen widerfahren ist, einen Sinn zusprechen können. Sie können damit ihre Eltern entlasten, ihre kindliche Bindung und Liebe erhalten. Später werden sie mit genau dieser Begründung das an ihren Kindern wieder tun.

Wenn sie anfingen, das Ritual in Frage zu stellen, müssten sie sich und ihre Eltern fragen: "Warum habt Ihr mir das angetan?". Dabei kommen dann auch noch andere schmerzliche Fragen auf, etwa:  "Was habe ich verloren?" und "Wer wäre ich, wann das nicht passiert wäre?"

 

Das kann zu schwierigen Konfrontationen und Identitätskrisen führen - aber das ist der Weg der Emanzipation.

 

Konfrontationen und Identitätskrisen - 

Das ist der Weg der Emanzipation

 

Der einfachere Weg ist, in der Tradition zu bleiben und das eigene Kind auch wieder beschneiden zu lassen, zumal wenn die ältere Generation das dringend verlangt, weil ja auch sie diese Begründung eines höheren Sinns gegenüber ihren Eltern braucht. Und so geht das dann immer weiter.

 

Das Tabu über all das offen zu sprechen, was es mit den einzelnen Menschen macht, aber auch mit Paaren und ihrer Sexualität, mit Familien und der ganzen Gesellschaft - wenn wir das brechen, das ist der Schlüssel. Aber genau dieses  Tabu, das auch Frauen immer eingebläut wird, macht es schwer.

 

Das Tabu zu brechen 

ist der Schlüssel

 

Waris Dirie hat es gebrochen, als sie 1998 mit ihrer Wüstenblume an die Weltöffentlichkeit ging. Man kann ihr das gar nicht hoch genug anrechnen. Gleichwohl hat sie später trotzdem ihren Sohn beschneiden lassen, also den tieferen Zusammenhang, den die weisen jungen sensiblen Männer vom WWOGA sehen, den hat sie da noch nicht gesehen. Und das nehmen nicht wenige von ihnen ihr auch übel.

 

Ich denke, mit ihr haben wir es aber schon mal geschafft, für die Frauen das Tabu zu brechen. Frauen dürfen ja - entsprechend dem traditionellen Rollenverständnis - eher Opfer sein als ein Mann es eingestehen kann, Opfer zu sein. Das macht das alles für die Männer noch ein Stück schwerer. 

  

Was sagen Sie Juden, für die die Beschneidung den Bund mit Gott markiert? 

 

Es gibt auch Gruppen im Reformjudentum, die für die Brit Shalom werben, also für eine unblutige Aufnahmefeier der Kinder in die jüdische Gemeinde. Die Brit Shalom ist ein Segen, der Mädchen und Jungen gleichermaßen gegeben wird, also ein Alternativ-Ritual, das für Gleichberechtigung sorgt.

Auch Freud hat die Beschneidung übrigens schon in Frage gestellt. Also das ist kein neues Thema. Das Reformjudentum in Deutschland, das da auf gutem Weg, es wurde im Holocaust ausgerottet. 

Die Freiheit,

auch keiner Religion anzugehören

 

Und man könnte auch diskutieren über die Frage der Religionsfreiheit, ob die nicht auch einschließen müsste, dass man seine Religion frei wählen kann, also auch gar keiner Religion angehören darf.

 

In den von der UN bestimmten Menschenrechten sind Selbstbestimmung, Würde und körperliche Unversehrtheit entscheidende Forderungen. Bei der Jungenbeschneidung sind das alles außer Kraft gesetzt. 

 

Übrigens:  alle Betroffenen, die beim Welttag der genitalen Selbstbestimmung Kinderschutz und Selbstbestimmung verlangen, distanzieren sich ausdrücklich von Fremden-, Juden- oder Muslimfeindlichkeit. 

 

Staatlich geförderte Aufklärung  

damit Wegsehen

und Verharmlosung aufhören

 

Denn zuallererst müssen wir vor der eigenen Türe kehren, die neuen medizinischen Erkenntnisse bekannt machen und anwenden. Wenn die Schädlichkeit der Jungenbeschneidung und ihre Folgen irgendwann genauso bekannt und allen klar ist wie das bei der weiblichen Genitalverstümmelung der Fall ist, dann werden sicherlich mehr Eltern dieses Ritual in Frage stellen und ihr Kind schützen wollen. Aber dafür braucht es staatliche geförderte Aufklärung, damit Wegsehen und Verharmlosung aufhören.

 

Copyright:

Ich würde mich sehr freuen, wenn der Text gedruckt würde.

Bitte kontaktieren Sie mich bei Interesse: Renate Bernhard:  0178 38 38 98 3