Mein Fachgebiet:                                       "Genitale Selbstbestimmung"

GENITALBESCHNEIDUNGEN - ZWANGSHEIRAT - "EHR"VERBRECHEN

patriarchale Gesellschaften,

IHRE KONTROLLMECHANISMEN und Unterwerfungsrituale

WURZELN - WIRKUNGEN - Zusammenhänge

 

1998 begegnete mir auf einer Äthiopienreise das Phänomen der weiblichen Genitalverstümmelung. Das Leiden der betroffenen Mädchen und Frauen hat mich seither nicht mehr los gelassen. Damals schätzte man noch, es seien 120 Millionen weltweit, heute spricht man von 200 Millionen, also alle 11 Sekunden wird ein neues Mädchen verstümmelt. Jetzt und heute, immer noch. 

 

Aus dem Entsetzen darüber und dem Willen, hier etwas verändern zu wollen, hat sich dieses Thema zu einer langjährigen Beschäftigung entwickelt, das ich in den letzten Jahren nun unter dem Oberbegriff "genitale Selbstbestimmung" fasse.

 

Die weltweite Bewegung der Genital Autonomy entstand 2013 in Reaktion auf das Kölner Beschneidungsurteil, das erstmals auch eine Jungenbeschneidung als Körperverletzung bewertete. Ich habe die Entwicklung dieser  Bewegung unter anderem als Vertreterin von pro familia intensiv verfolgt.

 

Für die genitale Selbstbestimmung ALLER Kinder einzutreten ist in unserer Gesellschaft bislang noch kein Konsens. Ich erzähle meinen Weg dahin deshalb ausführlicher nach.

 

Kurz gefasst: 

Kinder können sich nicht allein schützen und alle Eltern, die ihre Kinder beschneiden lassen oder glauben deren Ehepartner bestimmen zu müssen, sind der Meinung, Gutes für ihr Kind zu tun. Fast immer haben ihre Eltern Gleiches mit ihnen getan. Sie kennen es also nicht anders. 

 

Man kann Mädchen und Frauen also nur wirklich schützen, wenn man den Blick weitet auf das System, aus dem diese, seit Jahrtausenden tradierten Übergriffe stammen: eine  hierarchisch strukturierte, sexualfeindliche Gesellschaftsordnung, die die Jüngeren der Kontrolle der Älteren unterwirft und die zum Teil immer noch in unseren Köpfen spukt.

 

Es kann also nicht nur um den Schutz der Mädchen und Frauen, 

es muss um den Schutz ALLER Kinder vor den Übergriffen der älteren Generation auf ihr Geschlecht und ihr intimes Privatleben gehen.

 

Auch die medikalisierten Formen der Genitalverschneidungen haben sexual-(=lebens)feindliche Wurzeln. In Europa gibt es eine 300jährige Medizingeschichte, die Masturbation verteufelte, mit den absurdesten, dann angeblich drohenden Krankheiten assoziierte und Genitalbeschneidungen als Gegenmittel propagierte. Noch bis in die 40er Jahre des letzten Jahrhunderts wurde Frauen in europäischen Kliniken die Klitoris verätzt oder beschnitten, und dies, zum Teil auch ausdrücklich, um damit Strafe zu verknüpfen, ohne Betäubung. Bei Jungen geschieht dies zum Teil bis heute noch so. 

 

Hier kann nur eins helfen: 

wissenschaftlich fundierte Aufklärung auf der Basis der Deklaration der Menschenrechte. 

  

Das Eintreten für die "genitale Selbstbestimmung" ist ein Beziehungsthema,

in dem Respekt und Gleichberechtigung eingefordert wird - für Mädchen, für Jungen und für intersexuell geborene Menschen gleichermaßen, denn: 

 

Die Mädchenbeschneidung ist nicht nur Frauensache

so wie die Jungenbeschneidung nicht nur Männersache ist.

 

Es braucht unsere vereinte Bereitschaft, hier genau hinzuschauen, damit wir die Wurzeln dieser Jahrtausende alten Rituale ausgegraben bekommen. 

 

Ich glaube, dass weibliche Genitalverstümmelung, Zwangsheirat und Gewalt an Frauen und innerhalb der Familie am Ende nur wirksam bekämpft werden können, wenn wir die grundlegende Basis dafür schaffen, JEGLICHE Form von (genitalen) Übergriffen der älteren Generation auf die jüngere als Gewalt zu verurteilen. 

 

Ich möchte daher zur Aufklärung beitragen. 

 

Ich bin gut vernetzt mit allen wichtigen Fachleuten, die zu diesem Thema arbeiten und komme gern zu Vorträgen, schreibe Artikel, produziere Radio- oder TV-Beträge, moderiere Diskussionen, organisiere Fachtage oder diskutiere mit bei diesem Themenbereich, gern auch auf Englisch und Französisch und natürlich auch als Übersetzerin und Dolmetscherin.

 

Ich freue mich auf Ihre Anfrage und möchte Sie herzlich einladen, sich mit mir in dieses Thema zu vertiefen, meinen Weg nachzuvollziehen. Vielleicht gehen wir danach ja womöglich nächste Schritte gemeinsam?